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WIRKsam - Wissenschaftliche Koordination zur Entwicklung eines regionalen Klimakatasters

Ziele, Vorgehen und Produkt des Projekts

WIRKsam (Wissenschaftliche Koordination zur Entwicklung eines regionalen Klimakatasters) umfasst die wissenschaftliche Koordination und Begleitforschung der Verbundprojekte zur Entwicklung eines regionalen Klimakatasters, welches regionale Akteure mit Informationen zur Klimawandelanpassung unterstützen soll. Ziel ist es, die in den Modellregionen durch transdisziplinäre Prozesse entwickelten Ansätze integrativ zusammenzuführen und die Anschlussfähigkeit an laufende Strategie- und Agendaprozesse sicherzustellen. Hierfür befördert WIRKsam die interne Vernetzung zwischen den Verbundprojekten sowie die breite Öffentlichkeitsarbeit. Damit die in den Verbundprojekten entwickelten Tools und Ansätze später auch in anderen Regionen einsetzbar sind, erarbeitet WIRKsam Synergie- und Transferkonzepte. Zur Prozessbegleitung und Reflexion der Projektergebnisse arbeitet WIRKsam mit einem externen Begleitkreis zusammen. Dieser besteht aus 14 Mitgliedern aus den Bereichen Forschung, Wirtschaft und Politik.

Projektkonsortium

Umweltbundesamt

Climate Service Center Germany (GERICS) - Helmholtz-Zentrum Geesthacht – Zentrum für Material- und Küstenforschung GmbH (HZG)

Institut für Raumordnung und Entwicklungsplanung (IREUS) – Universität Stuttgart

Zentrale Themen/thematischer Schwerpunkt

Begleitforschung, regionales Klimakataster, transdisziplinäre Prozesse, Klimaanpassung, Öffentlichkeitsarbeit, Synergie- und Transfereffekte, wissenschaftliche Koordinierung, Vernetzung

Aktuelles aus dem Projekt

Was gibt's Neues aus WIRKsam?

WIRKsam führt Workshop zu Anschlussfähigkeit von RegIKlim Forschungsergebnissen durch

Am 29. September 2021 fand der vom Querschnittsprojekt WIRKsam organisierte Workshop „Anschlussfähigkeit von Forschungsergebnissen“ innerhalb der BMBF-Fördermaßnahme RegIKlim statt. Zunächst wurden im Rahmen der Veranstaltung Ergebnisse einer Bestandsaufnahme zur Anpassungsforschung und -praxis in Deutschland vorgestellt. Im Hauptteil der Veranstaltung wurde mit Vertreter:innen der RegIKlim Modellprojekte diskutiert, wie die RegIKlim Forschung an bisherige Forschungsbemühungen und bestehende politische und strategische Prozesse in der Klimaanpassung anknüpft und wie die Aktivitäten und Ergebnisse der Modellprojekte die praktische Umsetzung von lokalen Anpassungsmaßnahmen befördern können. Hierzu fanden zwei parallel stattfindenden Sessions statt.

WIRKsam: Workshop zu Anschlussfähigkeit
Quelle: LeoNeoBoy / Pixabay

In der ersten Session wurde auf die Thematik der Governance von Anpassung eingegangen. Im Zentrum stand dabei die Fragestellung, wie Forschungsergebnisse die institutionelle Verankerung von Anpassung befördern können. Es wurde eruiert, für welche kommunalen Prozesse und Aufgaben Informationsdienste gebraucht und genutzt werden, welche Akteure auf welcher Ebene adressiert werden und wie Forschungsergebnisse die Zusammenarbeit verschiedener Fachressorts, Planungsebenen und Stakeholder anregen können. Dabei wurde festgehalten, dass anpassungsrelevante Klimainformationen insbesondere in die Flächenplanung, den Katastrophenschutz, den Hochwasserschutz und die Klimakommunikation eingespeist werden sollten. Außerdem können sektorübergreifende Anpassungsmaßnahmen, Prozesse der gemeinsamen Bewertung von Klimarisiken sowie die Einrichtung von Koordinierungsstellen zur Klimaanpassung die Vernetzung von Akteuren vorantreiben.

Die zweite Session setzte sich mit dem Thema Informationen und Daten für die Anpassungspraxis auseinander. Ausgehend von der zentralen Fragestellung, wie sichergestellt werden kann, dass die zur Verfügung gestellten Daten und Informationen die Umsetzung von Anpassung befördern können, wurde diskutiert, welche Arten von Informationen gebraucht werden, welche Anforderungen diese erfüllen müssen und wie Informationen und Daten praxistauglich aufbereitet werden sollen. Insbesondere wurde betont, dass Anwender:innen bei der Erstellung von Klimadiensten in den Mittelpunkt gerückt werden müssen. Gleichzeitig hat die Modellierung von regionaler Klimaszenarien Potential dazu, transformative Maßnahmen der Klimaanpassung politisch zu legitimieren. In der Diskussion zeigte sich, dass vor allem Informationen über konkrete bestehende oder zukünftige Gefahren und Risiken, wie Starkregen, Überflutungen oder Hitze, eine hohe praktische Relevanz für vorsorgeorientiere Planungsprozesse haben.

Neuigkeiten aus den Arbeitsgemeinschaften geleitet durch WIRKsam

AG 1 - Klimamodelldaten, andere Modelldaten, Messdaten

Ein Schwerpunkt in der AG 1 sind Abstimmungen zwischen den Modellregionen und dem Projekt NUKLEUS, um Daten und Informationen aus regionalen Klimamodellen nutzergerecht abzuleiten. Dazu wurde im Herbst 2020 eine Bedarfsabfrage für die Nutzung vorhandener Daten aus regionalen Klimamodellen und für künftige Modellsimulationen durchgeführt. In vier Meetings (26.10.2020, 27.11.2020, 07.12.2020, 29.01.2021) wurden Optionen für regionale Klimasimulationen und die weitere Datenbearbeitung für Wirkmodelle diskutiert. Seit Frühjahr 2021 laufen bilaterale Gespräche zwischen Interessierten der Modellregion aus verschiedenen Bereichen (z. B. Stadtklima- und hydrologische Simulationen) und von NUKLEUS, um Daten-Schnittstellen zu definieren, Möglichkeiten zum Downscaling und für RegIKlim-weit abgestimmte mikroskalige Modellsimulationen zu eruieren und den Bedarf an evaluierten Klimamodelldaten unter Verwendung von Messdaten zu spezifizieren.

AG 2 – Integrierte Bewertung auf regionaler und lokaler Ebene

Neben einem Überblick von Bewertungskonzepten für Klimaanpassung gab es bei dem dritten AG-Treffen (April 2021) einen Inputvortrag zur ökonomischen Modellierung von Klimawirkungen und Anpassungsmaßnahmen. Die AG 2 bietet einen Diskussions- und Austauschraum für ex-ante Bewertungsmethoden zur Priorisierung von Anpassungsmaßnahmen, insbesondere der multikriteriellen Bewertung. Die nächste Sitzung am 27.09.2021 beleuchtet partizipative Entwicklungsprozesse von Bewertungsmethoden und entsprechenden Tools in den Modellregionen. Dies umfasst auch die Abstimmungsprozesse zu Anpassungszielen sowie zur Gewichtung von Bewertungskriterien.

AG 3 – Regionale Anpassungskapazitäten und Anpassungsnotwendigkeiten

Die AG 3 befasst sich mit Fragenstellungen zur Abschätzung von Anpassungskapazitäten, u.a. wie werden diese konzeptualisiert, wie werden Anpassungskapazitäten/-notwendigkeiten erfasst und welche Herausforderungen gibt es bei den unterschiedlichen Skalenebenen. Dazu werden in den RegIKlim-Modellprojekten Befragungen und Interviews mit verschiedenen regionalen Akteuren durchgeführt. Im Juni und Juli fanden hierfür Austauschtreffen statt, um gemeinsame Frageblöcke und Kategorien zur Operationalisierung der Befragungen (Kommunal-, Haushalts- und Unternehmensbefragungen) abzustimmen.

AG 4 – Transferkonzept und -potenzial, Übertragbarkeit und Anschlussfähigkeit

Anspruch der AG 4 ist es, Anschluss- und Transfermöglichkeiten in der deutschen Anpassungslandschaft zu identifizieren, um die RegIKlim-Projektergebnisse über die Modellregionen hinaus zu transferieren. Dabei stellt sich die Frage, wie und unter welchen Bedingungen welche der entwickelten Methoden und/oder Klimadienste wohin übertragen werden können. Beim letzten Treffen im Juli 2021 wurden Transferziele innerhalb und außerhalb der Modellregionen besprochen sowie erste Eckpunkte eines RegIKlim-Transferkonzepts zusammengetragen. Das nächste AG-Treffen diskutiert den Aufbau und die Verstetigung von regionalen Netzwerken und findet voraussichtlich im Oktober 2021 statt.

AG 5 – Transdisziplinäre Prozesse / Schnittstelle Forschung-Praxis

AG 5 dient der Förderung von Prozessen der Ko-Kreation in den RegIKlim-Modellprojekten durch die gemeinsame Diskussion von Konzepten, Methoden und der praktischen Umsetzung transdisziplinärer Forschung. Im letzten AG-Treffen (Mai 2021) wurden konkrete Methoden zur Gestaltung transdisziplinärer Workshops vorgestellt. Das nächste AG-Treffen (voraussichtlich Oktober 2021) soll an Erfahrungen in der Anwendung von transdisziplinären Methoden in solchen Workshops anknüpfen und die Diskussion zu einem zu erarbeitenden Handbuch für transdisziplinäre Forschung in der regionalen Klimaanpassung eröffnen.

Publikation: Bestandsaufnahme zur Anpassungsforschung und -praxis in Deutschland

Das Querschnittsprojekt WIRKsam hat umfassend den Stand bisheriger Aktivitäten in Forschung, Politik und Praxis zum Thema Klimaanpassung in Deutschland zusammengetragen. Neben diesem Überblick identifiziert diese Bestandsaufnahme aktuelle Forschungslücken und Umsetzungsherausforderungen der Klimaanpassung.

Ziel ist es, dem RegIKlim Projektkonsortium eine gemeinsame Informationsgrundlage zur Verfügung zu stellen und konkrete Anknüpfungspunkte für die RegIKlim Projektarbeit zu benennen. Gleichzeitig informiert diese Bestandsaufnahme auch eine breitere Fachöffentlichkeit und soll transformative Forschung und Praxis in der Klimaanpassung anregen.

Download hier.

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